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Achtsamkeit- das Leben im Hier und Jetzt genießen

Sonntag früh. 7.30 Uhr und ich mache mich auf den Weg mit Bella in den Wald. Bella ist meine wunderschöne Cocker Spaniel Dame ( nur für den Fall das du sie noch nicht kennst 😉

Ich liebe es sonntags morgens draußen in der Natur zu sein. Vor allem um diese Jahreszeit. Es ist Frühling. Überall um mich herum blüht es. Sträucher, Bäume.

Die Natur erwacht Stück für Stück aus dem Winterschlaf.

Ich lebe auf dem Land und um mich herum ist Natur so weit das Auge reicht. Stille findest du hier überall, wenn du sie möchtest. Stille ist etwas Wundervolles, etwas Beruhigendes. Etwas, das deinen Geist klar und frei macht.

Wundersame Wege- achtsam sein, beobachten und den Moment erleben

Und doch: So richtig still ist es auch in der Natur nicht. Wenn du achtsam lauschst, dann kannst du hören, sehen, riechen, spüren und manchmal, da kannst du sogar schmecken, was die Natur um dich herum gerade gibt.

Heute früh habe ich mich mal wieder ganz bewusst in den Prozess der Achtsamkeit begeben. Mein Leben ist an sich sehr auf achtsames Wahrnehmen ausgerichtet, doch so manches Mal, da erlebe ich dieses achtsame Wahrnehmen noch mal auf einer viel tieferen Ebene als sonst.

So heute in der früh geschehen. Ich spürte die Sonne, die langsam immer wärmer wurde, den Wind, der ganz sanft an mir vorbeistrich. Mich berührte, auf eine liebevolle und ganz sanfte Art. Langsam und bewusst bewegte ich mich mit Bella den Weg entlang. Dem Wald entgegen. Es war, als würde die Zeit still  stehen, als gebe es nichts anderes als das hier und jetzt. Hin und wieder streiften mich Gedanken. Doch die zogen auch wieder vorbei. Immer wieder kam ich zurück ins hier und jetzt.

Im Hier und Jetzt sein- warum ist das so wichtig?

Täler und Höhen. Weiter Blick. Idylle. Stille. Nähe zu mir.

Gestern ist Vergangenheit und das morgen ist noch nicht geschrieben. Oder doch? Egal wie es ist, in dem Moment, indem du es schaffst vollkommen im hier und jetzt zu sein, bist du frei. Deine Sorgen sind weg, denn du bist da, wo du gerade bist. HIER. Du liest gerade diesen Text- wenn du vollkommen hier bist, diese Worte liest und in dich aufnimmst, dann hast du gar keine Chance darüber nachzudenken was morgen ist oder sein könnte. Du bist FREI.

 

Genau so ergeht es mir, wenn ich in der Natur bin. In der Natur ist es am einfachsten Achtsamkeit zu üben, weil du raus bist aus deinem alltäglichen.

Achtsamkeit üben? Ja, Achtsamkeit ist ein Prozess. Sie entsteht nicht von heute auf morgen. Jeder ist routiniert in seinen alltäglichen Aufgaben, Abläufen, in seinen To Do’s. Wenn du nun anfängst achtsam durch dein Leben zu gehen, dann ist das eine Umprogrammierung deiner Gewohnheiten (dabei helfe ich dir übrigens sehr gerne in meinen spirituellen Aufstellungscoachings). Das braucht Zeit, Geduld und Liebe. Einen liebevollen und verständnisvollen Umgang mit dir selbst. Auch und vor allem dann, wenn es mal nicht klappt achtsam mit dir zu sein.

Doch was ist denn Achtsamkeit?

Nun, Achtsamkeit ist an sich eine ziemlich einfache Sache und jeder von uns war im Leben sicher schon einmal achtsam und bewusst im Moment. Auch du. Nur wusstest du es vielleicht nicht.

Achtsam und bewusst zu leben hat verschiedene Facetten. Ich beschreibe es am liebsten mit dem persönlichen erleben von mir. Dem Einsatz meiner Sinne im Alltag um bewusst wahrzunehmen was jetzt gerade ist. Sei es meine Emotionen, das bedeutet tiefes in sich hinein spüren, oder das Wahrnehmen dessen, was gerade im außen geschieht. So wie heute früh im Wald beim Spaziergang mit Bella.

...und zwischen den Bäumen blickt die Sonne mit ihren sanften und wärmenden Strahlen hindurch

Ich lief mit Bella den Weg entlang. Still, spürend, wahrnehmend und beruhigend. Jeder Schritt knirschte auf dem steinigen Schotter Boden. Immer näher kamen wir an den Wald. Keine Menschenseele begegnete uns. Wir waren allein. Nur wir beide. Die Natur, der Wind, ein Gefühl von Freiheit umgibt mich.

Achtsamkeit weckt Erinnerungen. Manchmal. Schöne, doch auch unschöne Erinnerungen können geweckt werden. Du riechst oder siehst etwas und erinnerst dich an etwas aus deiner Vergangenheit, das dir ein wohliges und geborgenes Gefühl verschafft. Achtsamkeit macht innerlich ruhig und lässt dich entspannen.

Im Wald, da werden Tiere lauter...

Das Reh als Krafttier auf deinem Weg zeigt dir deine Sanftheit, Demut und Herzenswärme

Wir kamen an den Waldrand. Die Vögel zwitscherten schon die ganze Zeit auf unserem Weg, doch hier am Waldrand, da habe ich das Gefühl sie werden lauter oder mehr. Vielleicht auch nicht, doch in meiner Wahrnehmung fühlt es sich alles intensiver an. Wir biegen ab. Auf einen anderen Weg. Am Waldrand entlang, eine kleines Stückchen in den Wald hinein. Ich rieche wie die Luft anders riecht.

 

Die Blätter rascheln angenehm im Wind. Es ist so ruhig und still in mir.

Ein Reh. Puuuhhhhhh….zu spät gesehen. Bella ist schnell, schneller als ich sie an die Leine nehmen konnte.

Zack, von jetzt auf gleich: Die Stille und Ruhe in mir, war weg. Bella rannte hinter dem Reh her in den Wald.

 

Ich rief und pfiff. Laut in den Wald hinein. Zum Glück, es dauerte nur einen Moment und sie kam zurück. Ich atmete. Spürte, war dankbar.

 

Dankbar für die Begegnung mit dem Reh (über das Reh, eine Begegnung mit ihm oder anderen Tieren kannst du übrigens auf der Seite Rapunzellounge von meiner wundervollen Kollegin Astrid Ryzek mehr erfahren – das Reh als Krafttier) und vor allem dafür, dass Bella sofort zurückkam und nicht stundenlang im Wald nach dem Reh sucht.

Die Ruhe kehrte wieder ein. Wir hielten an. Auf dem Weg im Wald. Ein Platz, indem die Bäume nach oben nicht dicht waren. Ein Platz um so vieles wahrzunehmen. Da ragten sie um mich herum in die Höhe. Majestätisch der Anblick der Bäume.

Kraftvoll.

Stark.

Mächtig.

Da flogen zwei Bussarde. Vielleicht turtelnd. Viellicht miteinander im Gefecht. Dieses Bild begegnete mir vor wenigen Tagen schon einmal über den Feldern des Dorfes. Sie kreisten miteinander als würden sie sich an den Flügeln halten und tanzen. Ein wundervoller Anblick. Zeitgleich konnte ich die Vögel hören. So unglaubliche viele. Da, ein Kuckuck. Oh mein Gott, ich habe schon lange keinen Kuckuck mehr gehört.

Das Käuzchen war zu hören und ein Hahn, der von irgendwo her krähte.

Ein Specht….unglaublich wie viele Tiere heute Morgen in ihrer vollen Lebendigkeit ihren Stimmen Kraft verliehen hatten. Vielleicht ja um uns zu begrüßen und Guten morgen zu sagen 😉

Achtsam durch die Natur zu streifen kann ein Anfang für dich sein, wenn du beginnst den Weg der Achtsamkeit zu gehen. Du bewegst dich. Bist draußen.

Es ist ein Unterschied, ob du „nur“ spazieren gehst oder wirklich einmal bewusst wahrnimmst, was um dich herum geschieht. Das geht am besten allein. Denn dann, kannst du beobachten und in dich spüren was es in dir und mit dir macht so ganz bewusst wahrzunehmen was im innen und außen geschieht, wenn du dich auf den Weg machst.

Lerne dich wieder spüren.

Achtsam.

Bewusst.

Frei.

Wenn du Fragen an mich hast, oder deine Erfahrungen mit dem Thema Achtsamkeit mit mir teilen möchtest, dann schreibe gerne in die Kommentare.

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Von Herzen

from ME to YOU

Melanie